Klein-Paula und das Mantrailing

10. April 2018

 

img_6531-2.JPG  Klein-Paula in der Mitte

Eigentlich bin ich nicht der Typ für Prüfungen. Klar, wenn es sein muss, muss man halt samt Lampenfieber und Prüfungsangst da durch, aber seine Freizeit auch noch mit Prüfungsstress füllen? Das wollte ich auf keinen Fall, dachte ich, als sich mehr und mehr das zwar beagle-typische aber bei unserer Paula sehr deutlich ausgeprägte Schnüffelbedürfnis und Freude an der Suche noch im Welpenalter zeigte, und somit der erste Kurs Mantrailing in unserer Hundeschule belegt wurde. Paula sollte ja einen Ausgleich haben und als Hobby, dachte ich, ist das ja ganz witzig und macht Spaß.

 

Paula war also in der Hundeschule monatelang voller Freude und bestätigtem Talent dabei, dann zeigte sich jedoch mehr und mehr ein kleiner Hang zur Schludrigkeit und Schummelei. Zwar immer noch hochmotiviert am Start, meinte sie scheinbar, die Geruchsprobe gar nicht mehr aufnehmen zu müssen. Stattdessen stürmte sie mit einem lautlosen “Ich weiss schon wo….” freudig los. Das Ergebnis war natürlich, dass Paula nach etlichen Metern dann doch insgeheim bemerkte, dass sie sich ggf. etwas hinreissen lies und nutze nun- in der Hoffnung auf die am Ende eines Trails folgende Belohnung- die Chance, einfach die nächstbeste Person (meist die Trainerin)  anzuzeigen. “Komm schon, ist doch egal- nehmen wir halt die…”, sagte sie mir mit ihrem typisch beagle-fröhlichen und sehr überzeugenden Ausdruck, was einem freudig erwartenden Lächeln mit halboffenem Maul und leuchtenden Augen entspricht, welches jeder Beagle-Besitzer wohl kennt. Und da soll man als Hundeführer konsequent und ernst bleiben. Aber gut- wir wollten ja eh nur zum Spaß Trailen  und keine ernsten Prüfungen absolvieren.

 

Im Gespräch mit Barbara Rudorf-Stever lag die Antwort dennoch klar auf der Hand - Paula schien schlichtweg einfach unterfordert und die ihr meist gleich gestellte Aufgabe “Riech - und ab geht´s mehr oder weniger geradeaus” war für sie einfach zu einfach. Da denkt Hund sich schon mal “ich weiss schon wo” und vergisst den eigentlichen Sinn seiner Aufgabe. Erst recht als Beagle im jugendlichen Alter.

Es ereignete sich zudem, dass die Mantrailing-Gruppe der Hundeschule sich mehr und mehr auflöste und das wöchentliche Training oft ausfiel. So suchte ich also nach einer anspruchsvolleren Alternative in der Umgebung - aber bitte ohne Prüfungen.

Ich landete letztendlich über einen Zeitungsbericht bei einem Verein, der zwar sehr anspruchsvoll bis zum Einsatzhund in Zusammenarbeit mit der Polizei nach internationalem Regelwerk ausbildet - aber auch eine Plattform für Hobby-Trailer wie Paula und mich bietet.

Ich stellte Paula und mich also kurzerhand dort persönlich vor. Der Trainer schaute mich nach dem ersten Kurztrail an und meinte: “Der Hund ist super, aber am Frauchen müssen wir arbeiten”. Na toll! Es folgten ein paar Wochen Training. Und damit meine ich Training (!). Es gibt nämlich unterschiedliche Übungseinheiten mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Vom “Warm up” über´s “Casting” zum Trail (Kurztrail, single- oder double-blind u.a.). Ach herrje! Ich musste wirklich / und muss auch nach wie vor etliches Lernen. Leinenführung, den Hund lesen…. hier war der Anspruch hoch, das Training fasziniert aber auch ebenso. Insbesondere den Hund “zu lesen” , seine Körpersprache und sein Ausdruck während des Trails zu verstehen ist so spannend, vielschichtig und schnell - dass ich mittlerweile das Gefühl habe, mich richtig mit Paula zu unterhalten. Ein Blick von ihr zu mir  innerhalb einer Sekunde kann da schon “neee.. hier sind wir falsch” oder eine Anspannung “hier kommen wir dem Ziel schon näher” heißen  und ich darf keinen Moment Ihrer Verständigungsversuche verpassen, um richtig zu reagieren und sie nicht zu beeinflussen. Das ist nicht einfach und bedarf viel Übung - an Frauchen müssen wir halt echt arbeiten :-). Aber auch Paula schien hier gefordert; schummelt jedenfalls seit dem nicht mehr.

 

Dann kam der Prüfungstag von drei Teilnehmern für die erste Sportprüfung. Wir anderen Hundeführer, die nicht an dieser teilnehmen wollten, konnten dann unter Prüfungsbedingungen mit trainieren.

“Och, mach doch einfach mit… “, “Paula kann das alles mit links….” und “Einfach versuchen…”. Die Überredungskünste der anderen Prüflinge und Trainer riss nicht ab und ich sagte dann schließlich zu.

Der Trail war ein “double-blind” im städtischen Gebiet - wir wussten also nicht, wo die vermisste Person sich befindet. Ich erhielt eine Geruchsprobe der gesuchten Person vom Trainer und die Ansage, dass diese vor kurzem  an diesem Laternenpfahl gesehen wurde, wohl geradeaus lief und sich an der Kreuzung dann ihre Spurjedoch gänzlich  verlor. Wir hätten eine halbe Stunde Zeit, die Person zu finden.

Paula nahm den Geruch auf und stürmte los. Ich hatte mitlerweile geübt, sie zu bremsen und zu entschleunigen, dennoch gingen wir im Stechschritt flott voran. Uns folgte eine Begleitperson zur Absicherung, um Passanten, andere Hunde von uns abzuhalten und auf den Verkehr zu achten. So konnte ich mich ganz auf Paula konzentrieren. Und es war toll, wie konzentriert sie arbeitete. Erst ging es geradeaus dann an der Kreuzung ging sie kurz in alle Richtungen um die Gerüche zu checken. Ich “hörte” von ihr ein klares “nee, hier nicht” und ein “nee, hier auch nicht…warte…”, und dann ein  “oh, hier gehts lang, fooooooolg mir!!!”. und es ging weiter nach links. Jeder Hauseingang wurde gründlich aber in einem beeindruckenden Tempo in gleicher Weise überprüft. Es ging weiter geradeaus bis Paula noch stärker anzog und die Straßenseite wechselte um in einen kleinen Park einzubiegen. Ich hörte im Geiste nur ihr “vertrau mir - ich hab sieeeeee” und sie zog mich in windeseile zu einem Wasserlauf hinter einen Busch, wo sie mir die gesuchte Person mit einem Hüpfer anzeigte, die uns mit einem “huch, das war schnell” empfing. Die gesuchte Person meldete per Handy dem Prüfer, dass sie bereits gefunden wurde, der mit einem Blick auf die Uhr die bisherige Bestzeit von 4 Minuten verkündete (wir sind ca.400 m gelaufen). Was soll ich sagen? Ich war mega- stolz! Mit viel Bewunderung und Lob wurden wir von unserem Trainer und den anderen Prüflingen empfangen. Und seit dem lässt mich der Trainer nicht mehr in Ruhe;  Paula hat das Zeug zum Einsatzhund…, so ein toller Hund!  Wenn Frauchen doch noch ein bisschen an sich arbeiten würde… Ja doch. Mal gucken ob ich zur zweiten Prüfung Zeit habe ;-) Bis dahin ist noch ein weiter Prüfungsweg. Aber Paula macht das schon!

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P.S.: Klein aber oho - Paula ist nicht nur Klassenbeste - sie ist auch die Kleinste, was in der Tat sehr niedlich wirkt. Neben Schäferhund, Mastino-Mix, Border Colli und Labrador, hören wir immer ein “oooooch ist die süüüüß” wenn Paula aus dem Auto zum Trailen geholt wird. Wartet nur…

Mantrailing mit Xanthe/Paula

6. April 2018

… mit Bravour hat Paula die erste Mantrailing-Prüfung nach internationalem Standard bestanden (der Trail sollte max. 30 Minuten dauern - Paula hat 4 (!) Minuten gebraucht; Bestzeit !) Anbei Fotos (es ist so witzig, weil sie zwar die Kleinste, aber auch - zumindest im Moment- die “Klassenbeste” ist. Alle sagen immer: “ooohh ist die süüüß und soooo lieb” man traut ihr kaum was zu…   und dann legt sie aber los wie eine Große).

Ich bin natürlich sehr stolz. Die nächste Prüfung wartet….

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Wir sagen: toll, kleine Paula  und herzlichen Glückwunsch an die Führerin und Ausbilderin, für die es übrigens der erste, eigene Hund ist!

Nettles Welpen!

28. März 2018
25.Mai: großer Tag - Wurfabnahme! Und - alles in Ordnung: Mäusezähnchen, Ruten, Hoden, was so kontrolliert wird, tipptopp! Das ist natürlich sehr schön, heißt aber auch: der Auszug rückt näher…natürlich zur Freude der neuen Besitzer, aber für mich mit ein wenig Wehmut. Es hat viel Spaß gemacht mit Euch, Abercrombie, Atkinson, Aria und Aida. Ihr wart so pflegeleicht, fröhlich, entspannt, unternehmungslustig, gelassen, artig, lieb, verschmust- ich werde Euch vermissen! Aber zum Abschied gibt es noch das Foto:dsc_0325-2-2.jpg…v. l. Abercrombie, Aida, Atkinson, Aria
12.Mai: cimg6861-2.jpg was gibt es Neues - wenig, der “Alltag” der Welpen verläuft mit ruhiger Regelmäßigkeit, das schöne Wetter hält an, alle Türen stehen offen und die Welpen spazieren rein und raus, wie sie mögen (…oder wie die “Geschäfte” es erfordern - denn die werden immer selbständig draußen erledigt, brave Welpen! ). es wird natürlich gespielt, ob miteinandercimg6836-2.jpgcimg6853-2.jpg mit Xelda oder mit Spielzeugcimg6834-2.jpg allein cimg6816-2.jpg oder zu mehreren, als  Hilfe bei der Hundewäschecimg6870-2.jpg   beim Pansenknabbern cimg6863-2.jpg oder Sonnenbaden mit der großen Schwestercimg6890-2.jpg, das Leben verläuft sehr entspannt. Und dann kann  ja auch einfach mal sagen:cimg6873-2.jpg wir sind dann mal weg! 
02.Mai:  cimg6808-2.jpg soooo lange nichts Neues - kein Notebook, kein Internet, keine Fotos, keine Berichte! Aber auch keine Sorge: den Welpen geht es prima, sie hatten oft Besuch von ihren künftigen Besitzern - alles im grünen Bereich! Aber die kleine Rasselbande ist inzwischen gewachsen, hat sich weiter entwickelt und sind richtige kleine Schnuddelhunde mit großem Forschungsdrang geworden…cimg6825-2.jpg  …cimg6816-2.jpgcimg6836-2.jpgcimg6807-2.jpg  v.li. Abercrombie, Aria, Atkinson, Aida…cimg6804-2.jpg …mit Cousine + Halbschwester Xelda, immer geduldig !
10.April: bei der morgendlichen Begrüßung wedelt der erste Welpe mit dem Schwänzchen!!!
08.April: sie wachsen und entwickeln sich, sie nehmen gut zu, die Äuglein sind jetzt offen, die Krallen schon 2 x geschnitten, Wurmkur - das pralle Leben also für die kleinen Wonneproppen!
84-2.jpg Bunte Reihe:  Rüde, Hündin, Rüde, Hündin - so sind sie zur Welt gekommen!
24.März: in den Nachmittagsstunden bringt Nettle ganz entspannt ihre Welpen zur Welt: 2 Rüden und 1 Hündin tricolour, 1 Hündin tan/white ! Im Halbstundentakt sind die Kleinen zur Welt gekommen, gesund und vital. Nettle hatte so genügend Zeit, jeden einzelnen Welpen liebevoll zu betreuen. Alle Welpen sind leider schon vergeben.
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Crufts 2018

22. März 2018

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Chequers Countess Mary ( Z. Röhlke, Bes. Henningsson-Dundas, GB ) Vater: Dufosee Lawrence, Mutter: Julemark Feur gewinnt auf der renommiertesten Ausstellung in England, dem Heimatland unserer Rasse, nicht nur ihre Klasse, sondern wird auch Best Puppy in Breed ! Herzlichen Glückwunsch an Hunde- und Menscheneltern und an ihre Handlerin Emily Thornton, die wieder einmal alle ihre Hunde so gekonnt in Szene setzen konnte!

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Heidschnuckenweg III

21. Januar 2018

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In Hermannsburg angekommen genossen wir den Abend im Landgasthof Drei Linden. Hier schien die Zeit irgendwie stillzustehen. Zurück versetzt in die späten 60iger war dieser Gasthof und unser Zimmer überladend mit dunklem Holz vom Fußboden bis zur Decke verkleidet und ausgestattet. Ich fühlte mich ein wenig wie in einem „Edgar Wallace-Film“ nur in Farbe. Das Abendbrot in der Gaststube mit Fenstern aus braunem Rauchglas und ausgestopften Waldbewohnern verziert, war zünftig und nebenan probte der ansässige Jagdverein das Hallali und andere Hornlaute. Wir schliefen hier aber wieder ungestört und genossen am nächsten Morgen gut erholt unser Frühstück in unveränderter Atmosphäre in der Gaststube.

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Wolken kamen nun leider dichter und dunkler auf, und es nieselte leicht. „Egal“, dachten wir, schließlich waren wir gut mit entsprechender Regenkleidung ausgerüstet. Also ging es weiter Richtung Oertztal – erneut durch wunderschöne Heideflächen.  Hier begegneten wir nach kurzer Zeit zweien zunächst herrenlos freilaufender Hunde. Ein Golden Retriver und ein Setter stürmten auf Paula, die wir ordnungsgemäß an der Leine hatten, zu. Freundlich aber dennoch klebten sie an uns wie Kletten. „Hiiiiiiieeeeeeerheeeerrrrr“ tönte es durch die Heide und prustend kam ein Herrchen von Zweien mit jeweils weiblichem Anhang angelaufen. „Das hat er noch nie getan“ erklärte er sich. Es waren tatsächlich diese Worte, die man als Hundebesitzer sich stets vornimmt, auf gar keinen Fall jemals zu sagen. Wir mussten schmunzeln, grüssten freundlich und gingen dann weiter. Ein paar Minuten später klebten die beiden neuen Hundefreunde wieder an uns und wir hörten erneut Herrchens vergebliches Rufen. Soviel Uneinsicht ärgert einen dann schon. Rainer köchelte bereits innerlich leicht, zumal er den beiden neuen Zugelaufenen aufgrund deren Größe und Ungestümtheit verständlicher Weise leicht unsicher gegenüber stand. Herrchen und nun auch die Frauchen kamen wieder angerannt. Anstatt einer kurzen angemessenen Entschuldigung jedoch, lies man beide Freiheitsliebenden erneut wieder loslaufen. Rainer wurde ärgerlich und wies die verantwortlichen Vier auf die Leinenpflicht in der Heide hin. Uns schallte ein „Och Gottchen“ entgegen und „die wollen doch auch mal spielen“. Bevor Rainer der Kragen platzte, schob ich kurz ein, dass wir hier in unmittelbarer Nähe gerade einem Wolf begegnet sind, und dass auch ihre beiden Lieblinge sich in Gefahr befänden, wenn sie so weit entfernt von Menschen und völlig frei durch die Landschaft tobten. „Wir wohnen hier seit mehr als 20 Jahren und haben noch nie einen Wolf hier gesehen“ war die Antwort. „Okay“ dachten wir, „dann wollen wir mal für die Hunde wenigstens hoffen, dass es auch so bleibt“. Wir hatten keine Lust, uns weiter zu ärgern und gegen soviel Ignoranz und Rücksichtslosigkeit ist nun wahrlich kein Kraut gewachsen. Wir ließen Hunde und Besitzer wortlos zurück. Wer weiß, vielleicht sind Sie schon eines Besseren belehrt worden, dann hoffe ich nur, dass die Hunde nicht zu Schaden gekommen sind, die Paula erneut auch ein drittes Mal am Popo klebten.

 

hei-13.jpg  Der Himmel verdunkelte sich nun zusehends und schließlich, wie konnte es anders sein, marschierten wir im strömenden Regen. Und hier muss ich sagen, bewies unsere Paula tatsächlich Tapferkeit und Kondition.  Unermüdlich ging sie an meiner Seite; wir alle pitschnass - trotz guter Regenkleidung- teilweise bis auf die Knochen. Nicht endend wollende Kilometer hielten wir bis zu unserer nächsten Unterkunft, dem Gutshof im Oertztal, durch. Und wir waren verdammt schnell; das Ziel stets vor Augen.

 

Der Gutshof war  ein Highlight unserer Wanderung. Ein uralter, wunderschön restaurierter Gutshof mit Gastzimmern im fast barock-bäuerlichem Stil. In einem richtigen Sommer mit Sonnenschein muss es hier wunderschön sein, insbesondere die weitläufige Terrasse des Restaurants. Man empfing uns hier sehr freundlich und ließ uns umgehend in unser Zimmer – unter die heiße Dusche. Zuvor jedoch haben wir natürlich unsere Paula umsorgt, die zunächst ordentlich abgerubbelt ihr Abendessen verschlang, sich dann in ihre Decke nahe der Heizung einrollte und erstmal verständlicher Weise nix mehr hören und sehen wollte. Uns plagte an diesem Tag ihr gegenüber schon ein schlechtes Gewissen, doch am Abend nach ein, zwei Stunden Schlaf stand sie schon wieder mit ihrem Geschirrhandtuchknoten auffordernd vor uns.

 

Rainer schaute auf sein Handy (App Regenradar) und gelangte zu der Erkenntnis, dass das Wetter am darauf folgenden Tag unverändert schlecht und regnerisch bleiben würde. Kurzerhand entschlossen wir uns, auf eine erneute Durchfeuchtung zu  verzichten und die letzte Hotelbuchung in Celle zu stornieren. Booking.com sei Dank, konnten wir dies 24 h vorher auch noch kostenfrei.

 

Um nun unserer Wanderung einen schönen  wenngleich vorgezogenen Abschluß zu gestalten, genehmigten wir uns aufgrund der zuvor unverhofften Ersparnis ein wunderbares, mehrgängiges Abendmenue samt Verkostung des hier bekannten „Ratzeputz“, einem 54 %igem Schnaps. Nun waren wir satt, selig und lustig und hatten eine geruhsame Nacht.

 

Am nächsten Morgen war das Wetter tatsächlich noch genauso schlecht und nass. „Alles richtig gemacht“ bestätigten wir uns und nahmen den Bus nach Celle. Der einzige Bus übrigens, der hier nur einmal am Tag fährt. Dort im Regen angekommen, mussten wir auch nicht lange auf den Metronom zurück nach Harburg warten, wo wir Richtung Tostedt umsteigen mussten. Paula ist übrigens sehr  entspannt und ruhig in Bus und Bahn und legte sich brav zu unseren Füßen. Ja, sie ist toll – erwähnte ich das schon ? :-)

 

In Tostedt angekommen wartete ebenso brav unser Auto auf uns und nach weiteren 10 – 15 Minuten waren wir schon wieder – einen Tag früher als geplant- Zuhause. So hatten wir noch einen Tag zur Vorbereitung unseres Anschlussurlaubs. Es sollte noch eine Woche in Dänemark - Ausruhen, Strandlaufen, Ausruhen… - folgen.

 

Es war ein toller,  abwechslungs- und erlebnisreicher Sommerurlaub, den wir sehr genossen haben. Natürlich hätten wir gern besseres Wetter gehabt (auch in Dänemark war es herbstlich), aber zum einen kann man das ja nun einmal nicht beeinflussen und wir haben zum anderen das Beste daraus gemacht. Wir konnten so die Heide für uns, ohne viel Touristentrouble erleben.

 Wir wandern bestimmt noch einmal durch die Heide.

Heidschnuckenweg II

13. Januar 2018

Erneut großartige Heidelandschaften erblickten unsere Augen und wir hatten das Glück, einer Heidschnuckenherde samt Hirte und Hütehunden zu begegnen. Idylle pur. Wir stellen jedes Mal fest, dass man Job und Stress beim Wandern sehr schnell loslässt. Die Eindrücke sind so unmittelbar und intensiv, schneller geht Erholung kaum.

 

In Bispingen hatten wir in dörflicher Umgebung eine einfache, aber heimelige Unterkunft im Dachgeschoss im Hotel  Amselhof. Rainer hatte Hunger, das Hotelrestaurant geschlossen und ich vor allem das erste Mal platte Füße. Ich ging keinen Meter mehr, auch wenn ich Hunger hatte, und Paula schloss sich meiner Meinung an. Rainer, ging schließlich heldenhaft im Ort noch etwas Essbares einkaufen und wir machten in unserem Zimmer ein kleines Picknick bevor wir wieder in tiefen Schlaf sanken.

 

Am nächsten Morgen ging es weiter -  auf nach Soltau.

Das Wetter trocken, etwas kühler. Wir gingen nun überwiegend durch Waldgebiete und über Feldwege. hei-10.jpg Auch schön, aber nach der spektakulären Heideweite hätten wir gern noch etwas mehr davon gehabt. Paula freilaufend und zufrieden und wir kämpften mit sandigem und sehr nachgebendem Boden –  anstrengend für Füße und Fußgelenke; Umknickgefahr, besonders für Rainer, der diesbezüglich leider anfällig ist.

 

Von weitem hörte man nun mehr und mehr das Gekreische der Leute, die im Vergnügungspark Achterbahn fuhren. Das drückte unsere Stimmung ein wenig, weil wir irgendwie im Vorwege nicht bemerkt hatten, dass unsere Route direkt den Heidepark umrundete, und wir doch eigentlich dem Menschentrouble ein wenig entrinnen wollten.

 

Schließlich endete unser Waldweg direkt am Eingang des Heideparks  und es lagen bereits gut 20 km hinter uns. Es war eine der längsten Etappen und unsere Füße und Pfoten machten nun für heute schlapp. Unsere Unterkunft lag jedoch noch 7 km weiter, direkt im Zentrum Soltau. Das war nicht mehr zu schaffen und quälen wollten wir uns auch nicht. Also nahmen wir hier ein Taxi und fuhren direkt nach Soltau zum Hotel Heideparadies.

 

Paradisisch blieb hier jedoch leider nur der Name. Sauber und recht komfortabel war es schon, aber direkt an der Hauptstraße gelegen, die mit schweren LKWs befahren wurde.

Am Abend bemühten wir uns bei einer kurzen Gassirunde, noch irgendwo hier etwas Schönes zu finden. Eine hübsche Straße mit netten Häusern oder ein wenig Grün, aber hier war einfach nix zu entdecken.

 

Zum Abendbrot dann ein paar Nudeln beim Italiener und ab ins Bett. Nun muss man wissen, es war Sommer und Rainer schläft gern bei offenem Fenster. Gegen 4 Uhr bat ich ihn schließlich aufgrund des sich steigernden Verkehrslärms, das Fenster wieder zu schließen. Rainer -der am Fenster schlief-  tat dies sogleich und wir atmeten dank der merklich einkehrenden Ruhe kurz auf. Wenige Minuten später sah ich verwundert meinen Mann an. Er mich auch, denn unser Bett vibrierte nun derartig, so dass wir bei jedem vorbei rasenden LKW ein wenig im Bett hüpften. Wir mussten laut lachen, Gott sei dank ging es ja nun am Morgen gleich weiter. Paula schnarchte übrigens wie jede Nacht unbehelligt vor sich hin und ließ sich durch nichts stören.

 

Kurz gefrühstückt und schon ging es weiter Richtung Hermannsburg. Auf dieser Strecke wurde uns landschaftlich alles geboten; kurze Waldstücke, kleine Heideflächen und wunderschöne Feldwege, die von endlosen Sonnenblumenbeeten gesäumt waren, die in voller Blüte standen. Kurz vor dem Ortseingang von Müden bogen wir links ab, entlang eines Stoppelfeldes einem kleinen Waldstück entgegen, hinter dem sich wieder weite Heideflächen schlängelten, die zum Hermann Löns Denkmal führen sollten. Paula ging an meiner Seite fröhlich an der Leine und ich schaute über das weite Stoppelfeld und traute meinen Augen kaum. „Rainer, ein Wolf“ raunte ich Rainer zu, möglichst ruhig bleibend. Rainer blieb stehen und sah auf. hei-19.jpg

Das ca. 150 m von uns entfernt auf dem Feld trottende Tier ebenso und spitzte deutlich die Ohren. Ich denke, aufgrund der großen Ohren erwiderte Rainer recht spontan „Quatsch, das ist kein Wolf, das ist ein Esel“. Im Nachgang mussten wir natürlich über diese Wahrnehmung sehr lachen; im selbigen Moment konnte ich jedoch nur sagen, dass er sich einfach irrt und eindeutig erkennbar ein Wolf uns ebenso gebannt anstarrte wie wir ihn. Rainer zückte die Kamera, um ihn besser erkennen zu können und dann folgte ein „Oh“ und noch ein „Oh“ und „tatsächlich… ein Wolf“. So entstanden gleich mehrere Fotos, weil der Wolf uns nach wie vor sehr interessiert ohne weitere Bewegung anstarrte. Der Wind wehte von uns in seine Richtung. Paula stand an meiner Seite, schaute jedoch nicht einmal in Richtung Ihres Vorfahrens, sondern blieb eigentlich erstaunlich aber wohl mangels Witterung entspannt.

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Diese vielleicht 2 Minuten, die wir uns also anstarrten erschienen sehr lang. Ich dachte schon darüber nach, was wir tun würden, wenn der Wolf sich entscheiden sollte, uns näher kennenlernen zu wollen, da meinte Rainer auch schon, dass er sein Messer griffbereit zur Verteidigung parat hätte. So faszinierend dieses wilde Tier und beeindruckend die Begegnung auch war, es kam so langsam leichtes Unbehagen bei uns auf, und ich suchte mir zusätzlich einen umliegenden Ast zur etwaigen Verteidigung aus. Doch der Wolf war scheinbar ebenso fasziniert von uns und plötzlich machte er einen kleinen Ruck (wenn ich es nicht besser wüsste, sah es aus wie ein Schulterzucken), drehte uns  seinen Allerwertesten zu und trottete irgendwie leichtfüßig, mit elastischem, gut gelaunt erscheinendem Gang von Dannen.

 

Puuuuh. „Hast, du … hast du ihn fotografiert?“ Wir waren sehr aufgeregt und bestaunten die Bilder und kurze Filmsequenzen auf Rainers Kamera. Wir gingen weiter bis zum Waldstück und einer dort auf uns scheinbar wartenden Bank, auf der wir erst einmal das Erlebte verdauten. Allerdings lies mich jetzt jegliches Geraschel von einem Vogel oder Eichhörnchen hinter uns sofort erstarren. Eine Zeit lang behielt ich sicherheitshalber einen Ast noch weiter bei mir.

 

In der Nähe des Hermann Löns Denkmals, begegneten wir nun einer Wandergruppe samt Reiseleiter. Da wir dachten, dass dieser sicher hier ortskundig sei, erzählten wir ihm gleich von unserer Begegnung und er sagte, er wisse schon, dass es hier bereits Wölfe gäbe, er selbst aber noch keine gesehen hätte. Er riet uns, unbedingt dem Wolfsmonitoring Niedersachsen unser Erlebnis mitzuteilen und bestaunte unsere Fotos. Ferner warnte er uns, Paula von der Leine zu lassen bzw. sollten wir sie in unserer direkten Nähe halten, da er sich sicher sei, dass der Wolf weniger uns sondern vor allem sie interessant fand. Menschen werden von Wölfen gemieden, aber Hunde sehen sie oft als Konkurrenz an und dann hätte es eine Paula schnell mal gegeben. Gut, meinte Rainer, der Wolf hätte es in dem Fall erst einmal mit ihm aufnehmen müssen, aber das war ja alles -Gott sei Dank- überhaupt nicht von Nöten. Ich muss hierbei sagen, dass ich mich in der Situation selbst zunächst nicht ängstlich gefühlt habe. Erst wenn man anfängt über „Wenn und Hätte“ nachzudenken, kommt die Angst hinzu. Es ist doch vielmehr so: der Wolf ist zurück in seiner Heimat, die wir bewohnen und ihm seinerzeit genommen haben. Sicherlich ist dies insbesondere für Schäfer nicht einfach, aber anstatt den Wolf wieder zu vertreiben, sind wir zum Teilen des Lebensraums und Umdenken im Umgang aufgefordert und müssen Lösungen finden, die allen Seiten gerecht werden; vielleicht ähnlich wie die Dörfer und Städte es in Kanada mit den Bären größtenteils sehr erfolgreich handhaben. Das Wolfsmonitoring war übrigens dankbar für den Bericht und konnte anhand der Bilder und Videos sehr gut den Wolf bestimmen und seine Herkunft ableiten. Es war wohl noch ein junger Wolf, der noch ohne Rudel ein eigenes Revier suchte.

 

 


Heidschnuckenweg I

8. Januar 2018

hschnuckenweg.jpg     Platte Füße und Pfoten

 

Unsere Sommerwanderung begann am 07. August 2017 und sommerlich war auch eigentlich fast nur die Bezeichnung der Jahreszeit. Wir sahen dennoch unser tägliches Glück darin, zumindest bei frühlingshaft trockenem Wetter unsere Route verfolgen zu können.

 

Unser Ziel war es, quasi fast ab unserer Haustür zu Fuß dem Heidschnuckenwanderweg bis nach Celle zu folgen, und von dort wieder zurück mit der Bahn nach Hause zu finden.

Das ganze Abenteuer über sollte uns, meinem Mann Rainer und mich, unsere Paula, die beste Beaglehündin auf dieser Welt und zum Zeitpunkt der Wanderung gerade einmal 1 Jahr und 3 Monate alt, natürlich begleiten und wir hofften, dass die Etappen von im Durchschnitt ca 18 km pro Tag, sie nicht überforderten (okay, wir hofften Gleiches auch für uns). Da Paula jedoch recht gut konditioniert ist, waren wir diesbezüglich sehr zuversichtlich, und was uns anbelangte im Grunde auch.

 

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Die erste große Herausforderung war bereits das Packen der Rucksäcke. Hatte ich bereits bei unserer ersten Wanderung durch die Pfalz vor ein paar Jahren gelernt, dass ein Fön und ein Zweitpaar Schuhe für den Abend, auf einer Wanderung wenig Sinn, dafür aber umso mehr Gewicht und meinem Rücken wenig Freude machten, sah ich mich nun der Aufgabe gegenüber, so wenig wie möglich für mich, aber so viel wie nötig für den Hund einzupacken. Also war auch Paula genötigt, Ihre Ansprüche runterzuschrauben, oder sie hätte selber tragen müssen (es gibt tatsächlich Rucksäcke für Hunde! Aber mal ehrlich, wir wollten Paula nun nicht auch noch ihr eigenes Futter über 18 km am Tag schleppen lassen. Schließlich blieb ihr ja auch nichts anderes übrig, als mit uns auf Wanderschaft zu gehen). Es wurden also Einzelportionen Futter abgepackt. Als Spielzeug musste ein geknotetes Geschirrhandtuch herhalten, ferner folgten eine Kuschelmatte als Schlafplatz und ein Hundehandtuch, Erste-Hilfe-Paket für Tier und Mensch, Wasserflasche -auch für Tier und Mensch, aber getrennt ;-), sowie ein paar Leckerchen für Tier und Mensch – ja, auch wieder getrennt. hei.jpg Und zum Schluss noch so der nötigste Menschenkram. Immerhin kam mein Rucksack somit auf ca 12 Kilo, Rainers auf fast 20. Das musste reichen.

 

Da wir in der Nordheide seit 2 Jahren wohnen, kam uns seinerzeit die Idee, die Umgebung einmal zu Fuß zu erforschen. So der Grundgedanke. Rainer hatte in seiner sehr gründlichen Vorbereitung den Heischnuckenwanderweg in 7 Etappen aufgeteilt.

 

Los ging es  etwas unspektakulär aber praktisch mit dem Auto 9 km nach Tostedt. Dies hatte den Grund, dass wir vom Zielort Celle dann direkt mit der Bahn wieder hierher zurück gelangten. Vom Bahnhof Tostedt aus fuhr uns der Heideshuttle (eine in den Sommermonaten für Wanderer und Touristen kostenfreie Busverbindung quer durch die Lüneburger Heide – unbedingt empfehlenswert!) wenige weitere Kilometer nach Wesel. Unser Startpunkt.

Es war wohlig warm, so 18-20 ° C und wolkig/sonnig als wir zunächst mit einigen anderen Wanderern Richtung Wilseder Berg starteten. hei-14.jpg  Das mäßige Sommerwetter hatte für uns den Vorteil, dass die recht gut besuchte Heide doch recht leer erschien. Wenige Wanderer waren unterwegs – wer die Stille mag,  sollte daher unbedingt nicht am Wochenende die Gegend bereisen, da dann hier bei gutem Wetter die Touristenbusse in Scharen anreisen. Überall werden übrigens auch Kutschfahrten angeboten, in diesem Jahr leider kein gutes Geschäft, da eben viele Touristen fern blieben. Aber für uns war das toll, die Weite und Stille in der Natur fast allein genießen zu können. Ab und zu hörten wir ein paar Wildschweine in der Ferne grunzen – was uns dem Erlebnis Natur nur näher brachte. Gesehen haben wir leider, oder Gott sei Dank, keines.

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Zu Fuß erreichten wir schnell den Wilseder Berg, der höchste Aussichtspunkt Norddeutschlands. heide-5.jpg Der Fernblick über die Wald- und  Heideflächen ist sehr beeindruckend und schön. Ich war leider noch nie in der Toskana aber so ähnlich stelle ich sie mir vor. Diese weite Heidelandschaft, teilweise unterbrochen durch zypressenähnlich anmutenden Wacholder – einfach herrlich! Die Heide fing gerade zart lila an zu blühen hei-21.jpg  und etliche Bienen fingen mit ihrer Heidehonigproduktion an. hei-16.jpg

 

Übrigens, Hunde sind innerhalb der Heideflächen an der Leine zu führen – mehrfach wird darauf deutlich  hingewiesen und das aus gutem Grund, wie sich später noch zeigen sollte. Ich hatte vor Beginn unserer Wanderung Zweifel, wie ich Paula ohne Anstrengung die meiste Zeit an der Leine führen sollte. Schließlich fände auch sie die neue Landschaft vor allem mit all ihren neuen Gerüchen sehr reizvoll und würde sicher ziehen und zerren. Ich entschied mich dann dafür die 2m Leine einfach an meinem Gürtel zu befestigen. Und siehe da, nach kurzer Gewöhnung und wahrscheinlich auch der Erkenntnis, dass der Spaziergang etwas länger ausfällt als sonst, trottete Paula brav neben uns bei meist lockerer Leine und ich hatte die Hände frei.

 

Es folgte auf unserem Weg zur ersten Unterkunft in Niederhaverbek ein kleines Waldgebiet.  Hier konnte Paula auch frei laufen und sie war auch so gut ausgelastet, dass sie Hasen- und Rehspuren links neben sich lies und somit stets in unserer Nähe blieb. „ Prima“ dachten wir, „eigentlich schade, dass das nicht in der Heidelandschaft erlaubt ist“, dachten wir  - noch.

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Mitten im Wald dann die kleine Pension zu finden war gar nicht so einfach, fast liefen wir daran vorbei. heide-7.jpg Das Landhaus Eickhof in Niederhaverbek  liegt sehr idyllisch, fast verwunschen auf einer kleinen Anhöhe mitten im Wald. Wir hatten ein zauberhaftes Zimmer, teilweise scheinbar mit originärer 50iger-Jahre - Ausstattung, leider roch es jedoch etwas feucht. Aber für eine Nacht überwiegte der optische Zauber und es war freundlich und sauber.

 

Die von uns im Vorwege gebuchten Unterkünfte hatte Rainer sorgfältig entsprechend unserer Etappenziele heide-23.jpg  ausgesucht, und unsere Auswahl war ein wenig beschränkt. Zum einen musste ein Hund willkommen sein, und zum anderen hatten wir auch einen begrenzten Budgetrahmen. Im Schnitt haben wir für jede Unterkunft ca. 80 € meist für Übernachtung mit Frühstück ausgegeben. Da kann man nun wirklich nicht meckern und wir waren fast überall sehr zufrieden. Nur eine Etappe kann man gern „Umwandern“, dazu auch später noch mehr.

 

Denn nach einem wirklich hervorragenden Essen und erholsamen Schlaf für uns drei ging am nächsten Tag bei erneut trockenem Wetter die Reise weiter, stets dem „H“ für „Heidschnuckenwanderweg“ folgend – nach Bispingen.

 

Fortsetzung folgt!

 


Zita und Co

5. Januar 2018

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Der Einzug unserer kleinen Zita!!

 

Gerade jetzt, wo ich diese Zeilen  schreibe, mischt klein Zita die anderen zwei Damen kräftig auf!

Nichts ist mehr wie es war! Hier wird wieder richtig gespielt. Gerade Pansy (jetzt 5 Jahre) blüht wieder richtig auf.

Rosabel hat es etwas schwerer. Pansy geht oft dazwischen und lässt die zwei nicht zusammen spielen! Dann wird Rosl ganz

vorsichtig und wedelt mit einem Spielzeug um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken! Dann gibt es eine kleine Rauferei zu 3!

Aber alles wirklich harmlos. Um so lauter es ist, um so weniger Sorgen muß ich mir machen!

Was wirklich schön anzusehen ist, dass Zita alles den großen nachmacht. So muß ich weniger sagen. Alle bleiben nach dem Spaziergang schön sitzen

und warten bis alles wieder am Platz ist (Mütze, Schal, Leinen….)

Auch ganz schnell hat sie sich an unseren Tagesablauf gewöhnt. Wenn die Erwachsenen Hunde Mittagsschlaf halten kuschelt sie sich gerne dazu.

Anfangs fanden sie es nicht so lustig, jetzt ist es so, als wäre es nie anders gewesen.

In den ersten Wochen kam Zita ja noch nicht aufs Sofa. Das fanden die 2 ganz lustig und haben sie immer von oben herab beobachtet.

Aber nicht lange. Schwubs nahm Zita Anlauf und vorbei war es mit der Ruhe!! Gerade jetzt wieder, ruckzuck liegt sie bei Pansy!  z-2.JPG

Auch die Stubenreinheit ging wie von selbst. In den ersten 2 Nächten hatte sie noch etwas Heimweh nach ihren Geschwistern. (sie schläft in einer Box neben unserem Bett!) Aber dann ging alles gut. Sie hat ganz schnell 7 Stunden am Stück geschlafen. Nach Weihnachten schläft sie dann bei den anderen Hunden!

Mittlerweile macht sie auch die großen Spazierrunden komplett mit. Tragen muß ich sie zwischendurch nicht mehr!

Auch im Welpenkurs kommt sie gut mit. Kein Wunder, wo doch die Mama die Hundeerzieherin ist! lach….

Anfangs noch zurückhaltend, hat sich das ganz schnell gelegt. Macht alle Übungen perfekt mit und mit den anderen Hunden kommt sie jetzt auch gut klar.

Auch das Alleinebleiben, was wir ganz langsam angefangen habe, klappt super!

Zita ist ein sehr verschmuster Hund. Aber merkt schon jetzt, sie wird eine Rosl Nummer 2. Ein Jagdhund durch und durch!

Rückruf mit Pfeife wird daher schon gut geübt!!

Jetzt liegt sie wie eine Engel im Käfig und schläft!  z-4.JPG

Sind wir gespannt wie es weiter geht! Ich freu mich schon auf den Frühling. Da können sie wieder alle in den Garten und die Sonne auf dem Rasen geniessen.

Und im Juni ruft wie jedes Jahr, die Insel Wangerooge! Mit allen Damen an den Hundestrand. Da lacht mein Herz!

 

Jetzt genießen wir die Weihnachtszeit! Hundeplätzchen gab es auch schon!

 

 

 

Yves

20. Dezember 2017
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Liebe Frau Dr. Rudorf-Stever,
im Juni hatten wir uns entschlossen wieder einen Beagle als Familienmitglied aufzunehmen. Wir erfuhren, daß von Rosise`s Wurf noch ein Rüde frei war.  Von dem kleinen Yves waren wir sofort begeistert. Seine Aktivität ist enorm und seine Liebenswürdigkeit und Anhänglichkeit sind unbeschreiblich.
Dabei hatte das Jahr für uns traurig begonnen. Nach dem Tod von Monty waren wir zunächst sicher, keinen Hund und schon gar keinen Beagle mehr zu aufzunehmen; zu groß war unsere Trauer und die Angst einen anderen Hund mit Monty zu vergleichen. Erst ein halbes Jahr später reifte in uns der Wunsch, wieder einen vierbeinigen Begleiter in unserer Mitte zu haben.
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Der erste Eindruck von Yves hat uns nicht getäuscht - auch nicht der zweite und dritte, den wir bei unseren Besuchen bekamen. Als wir Yves abholten, hörte er bereits auf seinen Namen, war unglaublich aktiv und anhänglich. Wir wagten das Experiment, ihn von Anfang an ohne Leine laufen zu lassen und mit ihm bei vielen Gelegenheiten das Herankommen zu üben. Das hat sich ausgezahlt! Nach einer Übergangsphase an der 10 m Leine kann er bereits jetzt im Alter von 6 Monaten kontrolliert freilaufen. Auch die Freifolge klappt erstaunlich gut. Auf Pfiff, Name und Kommando ist (bisher) ein verlässlicher Abruf sogar bei aufkommender Jagderregung gegeben. Natürlich kann und wird es während der Pubertät und bei Kontakt mit Artgenossen noch “eigene Meinungen” geben; ich werde sicher auch noch lange mit ihm unter externen Reizen trainieren müssen. Dennoch bin ich erstaunt, wie leicht und bereitwillig sich Yves führen lässt. Bei unserem ersten Telefonkontakt hatten Sie mir diese Führigkeit als ein Ziel Ihrer Zucht beschrieben. Da wir bereits einige Hundeerfahrung haben, war ich zu diesem Zeitpunkt sicher, sogar einen Beagle mit seiner liebenswerten Starrköpfigkeit erneut erziehen zu können. So schenkte ich Ihren Worten wenig Bedeutung (und Glauben). Mittlerweile bin ich selbst erstaunt über die folgsame Anhänglichkeit von Yves. Ähnliche Charakterzüge habe ich bisher nur bei Pudeln kennengelernt. Viele bekannte Hundehalter aus der Nachbarschaft fragten sogar nach der Rasse, weil sie diese Folgsamkeit nicht von einem Beagle erwarten.  Yves begeistert uns auch durch seine Lernbereitschaft. Er ist sehr zurückhaltend, fast furchtsam bei Gefahrensituationen oder Außeinandersetzungen. Sein Beagle-typischer Familiencharakter, seine Anhänglichkeit, seine Neugierde und sein freundlich-fröhliches Wesen haben dazu geführt, daß ihn die ganze Familie sofort ins Herz geschlossen haben. Wir freuen uns auf die weitere Zeit mit Yves!
   Wir wünschen Ihnen eine frohe Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr!
   Familie Last

Nettle’s blonde Kinder !

5. September 2017

31. 10.:  Zoe und Zita sind ausgezogen und haben die erste Zeit mit ihren neuen Familien und Beagles ( ! ) verbracht, Zoe mit Anna und Zita mit Pansy und Rosabel.  Alle neuen Besitzer berichten, wie entspannt und problemlos die Eingliederung war - alle Menschen und Hunde sind glücklich!

Klein - Zoe und Anna teilen schon ein gemeinsames Körbchen!

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Zodiac, Zoe, Zita, Zorah

27.10.: 8 1/2 Wochen - und ein wichtiger Tag ist erfolgreich - als unspektakulär -verlaufen: die Wurfabnahme! Alle drei kleinen Beaglemädchen tiptop, der Zodiac mit kleinem Schönheitsfehler, alle haben sich von ihrer besten Seite gezeigt, freundlich, fröhlich, geduldig und  sozial mit mitgebrachten Zuchtwart-Beagles und kleiner Tochter - da kann es so langsam in die große weite Welt gehen!

img_7193-2.JPG  Nur der kleine Zodiac hat bis jetzt keinen ernsthaften Interessenten - zu schade, denn er ist nicht nur ein sehr attraktiver Hund, sondern auch ein “Schatz”: nie laut, rüpelig, quengelig, geht er jedem Streit aus dem Weg und freut sich wie ein kleiner Schneekönig über jede Zuwendung. Ich freue mich zwar insgeheim, ihn ein wenig länger geniessen zu dürfen, aber ausziehen muß er…

13.10.: 6 1/2 Wochen alt - und endlich wieder Sonne und damit Zeit für neue Fotos! Nicht, daß die Welpen bei schlechtem Wetter nicht draußen rumgetobt hätten - aber wer ist nicht lieber bei sonnigem Wetter im Freien…? Und die Mäuse haben einen gr0ßen Entwicklungssprung gemacht - jetzt trauen sie sich was, alles wird untersucht ( Blätter ) cimg6741-2.JPG,spielen nicht nur miteinander cimg6740-2.JPG , sondern mit allem, was so cimg6730-2.JPG“in den Bäumen hängt” cimg6729-2.JPG  - das ist jetzt das Highlight cimg6743-2.JPG , aber das kennen wir ja schon…( zum Vergrößern: Klick auf die Fotos! )

27.09.: 4 Wochen alt - und wieder liegen “erlebnisreiche” Tage hinter den blonden Vier: natürlich können sie immer klarer gucken und damit der Kontakt zueinander und zur Umwelt viel bewußter, aber neben Krallenschneiden und Wurmkur gab’s die erse Mahlzeit!  Obwohl Mama ihre Kinder noch gut versorgen könnte, ist doch die Zeit gekommen, wo sie etwas “Ordentliches” zu fressen brauchen cimg6716-2.JPG und es schmeckt ihnen auch sichtlich! cimg6720-2.JPG Und Nettle freut sich auch - nicht nur der Reste wegen…- es gibt ihr ein bißchen mehr Freiheit. Und dann noch ein weiteres Abenteuer: der erste Ausflug ins Gras! Kurzerhand im Einkaufskorb nach draußen 2.JPGtransportiert und ins herbstliche grüne Gras cimg6725-2.JPG gesetzt. Nach vorsichtigen Schritten cimg6728-2.JPG wird man mutiger, bleibt aber im Sicherheitsradius…cimg6727-2.JPG

12.09.: 14 Tage alt - und es war eine “anstrengende” Woche für die Kleinen: das erste Krallenschneiden, die erste Wurmkurm und öffene Äuglein! Wenn sie auch nur schemenhaft gucken können, sind sie doch jetzt “richtige” kleine Hunde geworden!

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…und Nettle’s Augen sind nicht rot, aber es war das beste Foto.

05.09.: Am 29. August zur Welt gekommen, sind sie heute schon 1 Woche alt - immer zufrieden und sehr wohlgenährt - kein Wunder, die Milchbar hat ja auch schon die doppelte Welpenzahl satt gemacht…

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Mehr über die kleine Welpenschar gibt es, wenn die Äuglein auf sind !